Symphony Concert Phiharmonic Orchestra Hagen

»Bartok | Beethoven«

 

War das Philharmonische Orchester Hagen dem Pianisten ein angespannt aufmerksamer, mitgestaltender Partner, schenkte es im zweiten Konzertteil den Hörern eine total entspannte, minutiös präzise Wiedergabe von Beethovens 4. Sinfonie B-Dur. Mit leichter Hand und humorvollem Charme gelang Hermus eine beschwingte, nuancenreiche Aufführung voller Romantik und Lebensfreude. Liebevoll setzten die Sinfoniker das kantable, schwebende Adagiothema neben die gestochene Motorik der ausgefeilten Allegrosätze. Heiterkeit und technische Brillanz bestimmten den Gesamteindruck.

Westfälische Rundschau, 14. 12. 2005

 

 

Der Hagener Generalmusikdirektor Antony Hermus hat bereits als blutjunger Kapellmeister ein verblüffendes Händchen für Beethoven gezeigt. Mit seiner Interpretation der 4. Sinfonie setzte er jetzt mit den Hagener Philharmonikern Maßstäbe für ebenso beschwingtes wie geistvolles Musizieren. .... Antony Hermus begreift die Sinfonie in allen vier Sätzen aus einem tänzerischen Impuls heraus, der die pure Lust am Spiel glückhaft hörbar macht, aber auch den intelligenten Konflikt zwischen Spannung und Erlösung verdeutlicht. Bei ihm sprühen und funkeln die »Mannheimer Raketen« im ersten Satz, er findet wunderbare Pianissimo-Stellen im Adagio, und vor allem stellt er Beethovens Disposition der Klangfarben stets in eine ausgewogene Balance. .... Ganz vom Rhythmus her definiert der Dirigent dagegen das 3. Klavierkonzert von Bela Bartok, das dieser im amerikanischen Exil für seine Frau, die Konzertpianistin Ditta Pasztory schrieb.

Westfalenpost, 14. 12. 2005

 

 

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