November 2009
Frappierende Klangkultur - Symphony concert in Dessau
»Hermus und sein glänzend präpariertes Orchester lieferten den Beweis dafür, dass es möglich ist, den besagten Anfangssatz in größter Natürlichkeit in einem wahren Höllentempo zu spielen - so, wie es Beethoven wollte. Das allein hätte für eine - sagen wir es ruhig - sensationelle Aufführung freilich nicht gereicht. Aber es machte exemplarisch deutlich, wie mutig und konsequent der neue musikalische Leiter des Dessauer Theaters seine Arbeit angeht.
Innerhalb weniger Monate hat Hermus im Orchester eine Klangkultur etabliert, die schlicht frappierend ist. Er gewichtet die Stimmen aufs Klügste, kultiviert feinstes Wispern ebenso wie eine klangvolle Mittellage oder ein explosives Forte. Kurz: Er präsentiert sich als Meister der wohl kalkulierten Effekte, ohne dabei Effekthascherei zu betreiben. Paradox: Nichts scheint bei dem Holländer zufällig zu geschehen, und doch überrascht vieles. Auch die neue Orchesteraufstellung, die in der Beethoven-Sinfonie zu reizvollen Stereo-Effekten zwischen den ersten Geigen auf der linken und den zweiten Geigen auf der rechten Seite führte.
Ein Satz gelang in der "Eroica" schöner als der andere - vielleicht wäre dennoch der Trauermarsch hervorzuheben, dessen Dramaturgie alle Schatten- und Lichtseiten eines Heldenlebens beleuchtete. Schade, dass sich ausgerechnet hier leichte Unstimmigkeiten in das Zusammenspiel einschlichen.
Beethovens dritte Sinfonie ließ vergessen, dass dieses Sinfoniekonzert auch vor der Pause schon einiges zu bieten hatte: Da entfaltete das Storioni-Trio aus Amsterdam ein zu Beginn etwas akademisch komponiertes Concertino für Klaviertrio und Streicher von Bohuslav Martinu (1890-1959) am Ende zu großer Emotionalität. Um in der Zugabe mit einem Satz aus Dvoráks "Dumky"-Trio das eigentliche Werk beinahe auszustechen.
Ganz am Anfang die Reverenz an einen Jubilar und Meister des Hauses: Das Sinfonische Vorspiel von Heinz Röttger aus dem Jahr 1936, der von 1954 bis zu seinem Tod 1977 Generalmusikdirektor am Anhaltischen Theater war. Das zwischen Bruckner, Strauss, neuer Sachlichkeit und Hollywood-Sound virtuos changierende Stück machte Lust auf mehr Röttger. Der sich, so wie das Publikum, über diesen Abend ebenso wie auf die nächsten Sinfoniekonzerte am Anhaltischen Theater gefreut hätte.« (Mitteldeutsche Zeitung, Johannes Killyen)
Concert IMPULS-Festival in Dessau
»Mit "A short ride in a fast machine" von John Adams stand jenes Stück am Anfang, das seine Aufführung bei der "Last Night of the Proms" erst im dritten Anlauf erleben durfte, nachdem es aus Pietäts-Gründen sowohl nach dem Tod von Prinzessin Diana als auch nach den Anschlägen des 11. September abgesetzt worden war. Der Dessauer Chefdirigent Antony Hermus bewies hier mit seiner Anhaltischen Philharmonie, dass ihnen im Moment nichts zu schwer ist - auch nicht die Spritztour in einer schnittigen Maschine, die man dank eines permanenten Kurzschlusses zwischen Gas und Bremse nach dem Einsteigen bereut. « (Mitteldeutsche Zeitung, Andreas Hillger)
Triumphzug des Belcanto - Operagala in Dessau
»Beide Konzertmeister der Anhaltischen Philharmonie lächelten beim Betreten der Bühne ins Publikum. Man müsste den Satz glatt noch einmal hinschreiben, so außerordentlich erschien, was sich am Freitag im Theater zutrug. Dabei wurden die frohen Gesichter von Myra van Campen-Bálint und ihrem Stellvertreter Martin Schulze, so imposant sie zunächst wirken mochten, mehr und mehr zur Marginalie. Knapp 900 Menschen erlebten im beinahe ausverkauften Großen Saal die Premiere der "Serata di Gala". Sie genossen eine Vorstellung der romantisch-dramatischen Oper, die italienischer geriet, als man zu hoffen gewagt hatte, und die somit die meisten Erwartungen übertroffen haben dürfte.
Nicht, dass man das Dessauer Publikum mit einem Gefälligkeitsprogramm aus Bravourarien und Ohrwürmern geködert hätte. Neben Ausschnitten aus Verdis "Traviata" und "Don Carlo", aus Puccinis "Manon Lescaut" und "La Bohéme" erklangen Raritäten, etwa aus Leoncavallos "Zazà". Gewiss gilt die italienische Oper den Sängern als willkommene Herausforderung. Sie zeigen, was sie drauf haben, und das Publikum liebt sie dafür. Hier kam es noch besser, denn zunehmend war den Solisten ihr Auftreten mehr Vergnügen als Dienst.
Con fuoco ließ Generalmusikdirektor Antony Hermus schon Verdis "Sizilianische Vesper" von der Bühne zischen. Was nach der Ouvertüre geschah, sprach für sich. Ulf Paulsen sang mit wie durch ein Wunder erholter Stimme aus "Andrea Chenier", bekam Bravos und lief lachend in die Gasse. Cornelia Marschall brillierte in Mascagnis "Lodoletta" mit lupenreinen Sprüngen und gab eine herrlich vitale Musette in "La Bohéme", auch sie klang ausgeruht. Als Iordanka Derilova in tomatenroter Robe gen Rampe wehte, ging ein Raunen durch Publikum und Orchester. Sie sang mit Andrew Sritheran aus "Tosca", dass einem das Herz aufgehen wollte, und ihre "Turandot" war die reinste Raserei. Kostadin Arguirov gestaltete den Auftritt des besorgten Germont mit stimmlicher und szenischer Kraft. Ob sie alle sich und ihre Stimmen neu gefunden haben? Oder wieder?
Die kürzlich engagierten Solisten taten das Ihrige. Angelina Ruzzafante begeisterte mit strahlender oberer Lage und exzellenten Koloraturen. Das Finale des ersten "Traviata"-Akts krönte sie mit dem hohen Es aller wahrhaften Primadonnen. Bassist Pavel Shmulevich ist, wie seine "Don Carlo"-Arie "Ella gaimmai m'amo" zeigte, ein Filippo, wie er im Buche steht. Andrew Sritheran und Wiard Witholt, der neue lyrische Bariton mit ungewöhnlich weichem Timbre, begegneten sich im vierten Akt der "Bohème" auf erfrischende Weise "in un coupé". Schließlich das "Libiamo" aus der "Traviata" zum Mitklatschen und Mitsingen - da war's für alle ein großer Spaß. Antony Hermus atmete mit den Sängern und verführte seine Musiker mit liebenswertem Enthusiasmus zu rasantem, federndem oder kantablem Spiel. Nicht unerwähnt dürfen die Glanzvorstellungen des Solocellisten Matthias Wilde im "Manon"-Vorspiel und in der Arienbegleitung zu "Don Carlo" bleiben.
Kein Wunder also, dass sich das Publikum von Auftritt zu Auftritt in seine Begeisterung hineinjubelte und lostobte, kaum dass die Sänger ausgeatmet hatten. Die kurzweilige Gala mit einer Dauer von drei Stunden hatte zwar keine Längen, war nach der Pause allerdings auch nicht mehr steigerungsfähig.
Heribert Germeshausen, neu am Haus als leitender Musikdramaturg, kam ebenfalls auf den Punkt. Er sprach über Libretti, Orchestrierung und Personalstile - kurz und bündig, ernsthaft und kundig. Seine Moderation trug er auswendig vor, nur ein Bellini-Zitat las er ab: "Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen". In diesem Sinn ist das Ensemble des Anhaltischen Theaters vor sein Publikum getreten. Mit Superlativen soll man bekanntlich vorsichtig sein, hier sind sie angemessen: Ein Wettstreit der Sänger, ein Fest der Stimmen, ein Triumphzug des Belcanto, in und für Dessau - bravissimo!« (Mitteldeutsche Zeitung, Ute van der Sanden)
October 2009
The Concertroom becomes a cathedral - Opening concert Dessau
»Es gibt Ausnahmesituationen, in denen die grundsätzlich richtige Formel "Bilde, Künstler, rede nicht!" außer Kraft tritt. Das erste Sinfoniekonzert eines Generalmusikdirektors beispielsweise rechtfertigt programmatische Ansagen, wenn sie denn so verbindlich sind wie im Falle von Antony Hermus: Dass "Musik eben kein Luxus, sondern ein Grundbedarf" sei, verkündete er vergangene Woche an zwei bestens besuchten Abenden im Anhaltischen Theater - und bezog sich damit demonstrativ auf Simon Rattle, dessen Arbeit mit den Berliner Philharmonikern bekanntlich beispielgebend für die Popularisierung des klassischen Erbes ist.
Wer dem Grußwort im Namen der Anhaltischen Philharmonie übrigens genau zuhörte, konnte einen weiteren Beweis für das neue Traditionsbewusstsein am Dessauer Theater entdecken: Während Generalintendant André Bücker stolz die Kontinuität in der 215. Spielzeit betont, verweist das Orchester bereits auf seine 243. Saison - und wurzelt damit am tiefsten in der lokalen Kulturgeschichte.
Doch dass dieser chronologische Tiefgang keinen Wert an sich darstellt - wer wüsste es besser als jene Künstler, die historische Überlieferung immer wieder vergegenwärtigen und aus dem Augenblick erschaffen müssen? In der zweiten Sinfonie von Johannes Brahms zeigte Antony Hermus, dass er sich mit seinen Philharmonikern bereits perfekt auf diese Aufgabe eingestimmt hat: Die lichten, luftigen Momente füllte das Orchester mit ätherischer Transparenz, um sich bruchlos in massive Wucht zu steigern. Zwischen den einzelnen Stimmen und Gruppen herrschte organisches Einverständnis, alles war ganz bei und für sich - und der Motor des Ganzen bewährte sich als großer Motivator. Wie Hermus im Freitagskonzert den Beginn des dritten Satzes mit links aus dem Handgelenk schüttelte, um hernach mit der Stabhand die Feinschraffur der Streicher zu unterstützen, wie er diesen Klangkörper in beherrschter Entfesselung zur finalen Attacke führte - das war, mit Verlaub, dann doch Luxus. Aber eben einer, der hier schon bald zum Grundbedarf für viele Besucher werden könnte.
Denn dass Antony Hermus ein großer Menschenverführer ist, zeigte ja nicht nur die Haltung der Musiker. Da saß niemand zurückgelehnt oder missmutig an seinem Pult, trotz energischer Konzentration sah man in lächelnde Gesichter - und nur gelegentlich wischte eine Hand über eine schweißnasse Stirn. Doch nachdem man sich im impressionistisch durchsonnten "Levenszomer" von Hermus' niederländischem Landsmann Johan Wagenaar kurz erholt hatte, demonstrierte der Dirigent endgültig sein demokratisches Selbstverständnis als Erster unter Gleichen.
Mit dem Opern- und Extrachor des Theaters, mit dem Luther- und dem Friedrich-Schneider-Chor, mit den Fürstsingers sowie den Jugendchören des Liborius- und des Gropius-Gymnasiums kamen rund 250 Sängerinnen und Sänger auf die Bühne, um Antonin Dvoraks "Te Deum" aufzuführen - eine säkulare Gemeinde in absichtlicher Durchmischung der Stimmen, die das Konzertzimmer zur Kathedrale weitete und wie ein Spiegel für Parkett und Rang wirkte.
Gewiss ist dieses Werk, das 1892 einen alten Glauben in die Neue Welt transportieren sollte, nicht die tiefschürfendste Umsetzung des ambrosianischen Lobgesangs. Aber als Ermutigung zur Teilhabe, als Einladung an alle Musikbegeisterten wirkt es in seiner fast verspielten Farbigkeit doch beispielhaft - zumal, wenn mit Angelina Ruzzafantes klarem, extrem durchsetzungsfähigem Sopran und Wiard Witholts (am Donnerstag durch Ulf Paulsen ersetzten) schönem, weichen Bariton zwei kongeniale Solostimmen in den gigantischen Chor einfallen. Dass es nach dem "Alleluja" ebenso viel Applaus aus dem Zuschauerraum wie aus den Reihen der Sänger gab, dass man nach der in Höhen wie Tiefen ausgeloteten "Aeterna" am Ende das "Laudemus" als Zugabe wiederholen musste - was für ein Beginn! Wenn es gelingt, die Euphorie dieses Auftakts in den Alltag zu verlängern, dann steht der Anhaltischen Philharmonie im 243. Jahr eine glänzende Zukunft bevor.«
(Andreas Hillger, Mitteldeutsche Zeitung)
july 2009
Open Air Concerts Anhaltische Philharmonie Dessau - Berlin, Gendarmenmarkt
»Gleich die erste Nummer, der Hexentanz aus 'Le Villi', fetzte voluminös über den Platz, von Antony Hermus feurig dirigiert. Zwar war der Sound nicht wirklich optimal ... aber ich persönlich war dankbar, dass die Klangkatastrophe vom Vortag sich nicht wiederholte. Auch sonst spielte das Orchester hervorragend und überaus einfühlsam, begleitete Hermus seine Solisten perfekt, folgte ihnen bei jedem Rubato und wartete exemplarisch bei jeder Fermate. Er scheute sich auch nicht, trotz des Riesenrahmens, zarte und intime Momente auszuspielen, etwa im Intermezzo aus 'Cavalleria rusticana' oder 'Summertime' aus der 'Porgy and Bess'-Orchestersuite.« ( www.klassik.com, Dr. Kevin Clarke)
»Aber wie klingt sie denn jetzt, die Anhaltische Philharmonie, wenn der neue Generalmusikdirektor am Pult steht? Antony Hermus ist kaum zu bremsen in Tempo, Elan und Leidenschaft. Er gibt dem Abend, dem Publikum und dem Orchester Feuer, bevor die Raketen steigen, und hält auch die nicht immer leicht zu begleitenden Sänger fest im Kontext. Ob "Lohengrin"-Vorspiel, ob "Aida"-Triumphmarsch mit makellosen Fanfarentönen, ob Dvoraks Slawischer oder Brahms' Ungarischer Tanz, ob duftiger Blumenwalzer oder die schmissige "Granada"-Einlage mit Tenor Andrew Richards: Alles wird vital, kontrastreich und sorgfältig gespielt.« (Mitteldeutsche Zeitung, Ute van der Sanden)
»Das Orchester, die Anhaltische Philharmonie Dessau, begann den Gala-Abend mit einem Vorspiel aus Richard Wagners Oper "Lohengrin". Das gab die Richtung vor: Gespielt wurden schlicht schöne Melodien, mal ein Marsch, mal ein Walzer. Bekannte Opernarien und -chöre wechselten sich mit Orchesterouvertüren und Tänzen ab. ... Dem Orchester gelang es unter der Leitung von Antony Hermus, eine lockere, lebendige Stimmung zu erzeugen. Ihr Wagner klang schmissig, Tschaikowskys Blumenwalzer elegant.« (Berliner Morgenpost, Lucas Wiegelmann)
june 2009
Galaconcert: Elisabete Matos and Orchestre de Haute Normandie
» Un bonheur ne venant jamais seul, nous eûmes l'opportunité , au cours de ce concert magnifique , de faire connaissance avec un jeune chef hollandais , Antony Hermus , dont les rennais ont déjà pu mesurer le talent : poigne de fer , gant de velours , sens du rebond , de la respiration et des dynamiques , galvanisant l'orchestre rouennais dès l'ouverture de la Forza del destino puis des Vespri sicilianni , les préludes d' Edgar , les intermezzi de Manon Lescaut ou de Cavalleria Rusticana , le Capriccio sinfonico de Puccini s'intercalant lors de la soirée.« (ODB Opéra)
october 2008
Symphony Concert: The lonely dreamer among robbers
»›Die Ouvertüre tobte und krachte superb‹, soll Franz Liszt nach der Uraufführung geschwärmt haben. Ganz so turbulent ging es im sehr gut besetzten Seidenweberhaus nicht zu. Doch gelang es Hermus ausgezeichnet, ohne fahle Effekthascherei die Klangfarben aufblühen zu lassen.« (Petra Riederer-Sitte)
september 2008
Dreamlike Mozart with Manno and Hermus as closure of »Herbsttage für Musik«
»Bei Mozarts berühmten Klarinetten-Konzert traten der Dirigent Antony Hermus und der Klarinetten-Virtuose Ralph Manno zum erten Mal gemeinsam in Aktion, und man hatte schon das Gefühl, dass die beiden auf der selben Welle schwingen. So einfühlsam phrasiert und in jedem Detail und jedem Ton genüsslich ausgekostet bekommt man den Mozart nur selten zu hören.« (Ralf Tiemann)
june 2008
Farewell-Concert as General Music Director in Hagen
»George Gershwin gehört zu den Lieblingskomponisten des Holländers, daher feierte er ein rauschendes Finale mit ›Porgy and Bess – A Symphonic Picture‹ und ›An American in Paris‹. Hier zeigen sich Hermus’ Dirigier-Tugenden exemplarisch: Sein sensibles Klangbewusstsein, sein temperamentvoller Zugriff auf die Partitur, sein flexibles Rhythmusverständnis. Die Philharmoniker spielten brillant, verstärkt durch die Saxophone des Jugendjazz-Orchesters NRW. Das wunderbare junge Ensemble begeisterte bei Rolf Liebermanns ›Concerto for Jazzband and Symphony Orchestra‹ durch knackigen Groove. Die Jugendarbeit ist eine Herzenssache für Hermus, hier hat sie schönste Früchte getragen.« (Westfalenpost)
»Die Hagener wollten Antony Hermus nicht gehen lassen und feierten ›ihren‹ Generalmusikdirektor mit nicht endendem Applaus.« (Westfälische Rundschau)
»Eine klangmalerisch-illustrative Reminiszenz an das turbulente Leben in der Weltstadt stellte zum Schluss Gershwins ›An American in Paris‹ dar, in dem mit Pauken und Trompeten, Schlagzeug und Geigen sowie vier eifrig eingesetzten Autohupen die pure Lust am prallen Leben zelebriert wurde – symptomatisch für die Freude am sinnlichen Erlebnis von Klängen, die Antony Hermus in zehn Jahren dem Orchester und dem Publikum in Hagen vermittelt hat. Danke, Antony!« (Westfälische Rundschau)
»›Er ist ein Glücksfall für unsere Stadt gewesen‹, sagte Fischer. Er bezeichnete Hermus als einen ›Marathonmann in Sachen Musik‹ und hob hervor, dass dieser mit seiner Arbeit und mit seiner Persönlichkeit viel bewegt und viele bewegt habe. ›Er hat uns gezeigt, was möglich ist, und die Menschen begeistert für seine Ideen‹.« (Westfälische Rundschau)
june 2008
It all works better with music
»Nicht endender wollender Jubel bescherte der scheidende Hagener Generalmusikdirektor Dr. Antony Hermus dem Parktheater Iserlohn allein bei gleich vier hochkarätigen Veranstaltungen in der vergangenen Spielzeit. Unvergessen das ausverkaufte Konzert von Beethovens Neunter Sinfonie sowie die beiden Cross-Over Konzerte mit der Rockband ›Extrabreit‹.« (Parktheater Iserlohn)
june 2008
Opera Gala »Bravo! Bravissimo!«
»Stürmischer Applaus bescheinigte ihm noch einmal die Begeisterung, mit der das Publikum stets seine Arbeit auf dem Gebiet des Musikdramas würdigte.« (Westfalenpost)
june 2008
Philharmonic Children’s Day
»Und er hat, gemeinsam mit Antony Hermus, das musikalische Ideen-Wirrwarr zwei Stunden vor der Premiere gezähmt – zu einem akkustischen Spiegelbild von Hagen. Herausgekommen ist eine Sinfonie mit fünf Sätzen, die hörbar erzählt, was Hagen war in seiner Vergangenheit: Industrie, Krieg, Wiederaufbau. Aber auch, was Hagen ist: ›Heimat!‹ ›Spaß!‹ ›Schön!‹, sangen die Kinder und machten Mut für eine Zukunft, die sich gestern quietschlebendig und musikalisch anhörte.« (Westfälische Rundschau)
»›Wir machen beim Instrumenten-Scratch mit, aber haben keine Ahnung, was da passiert‹, berichteten die elfjährige Daniela Heil und ihre Freundin Lea. Gerade dieses Percussion-Experiment, das Hermus und der britische Komponist Berry Russell zusammen leiteten, interessierte viele. Alle Besucher schnappten sich leere Blechdosen und Pappkästen, Kronkorken, Nägel und Reis und bastelten Rasseln, Trommeln und Didgeridoos. Für Fußballfans gab’s passend zur EM schwarze, rote und gelbe Klebestreifen zum Dekorieren.« (Westfalenpost)
»Zum 100-Jahr-Jubiläum haben Dr. Antony Hermus und die Hagener Philharmoniker den renommierten Professor für ein einzigartiges Projekt nach Hagen geholt. Mit der eigens für den Kindertag geschriebenen Komposition ›Looking Back, Moving Forward‹ erforschen Schülerinnen und Schüler von 6 bis 18 Jahren, wie ihre Stadt klingt.« (Westfalenpost)
»Höhepunkt des Philharmonischen Kindertages ist die Uraufführung jenes Stückes, an dem 200 Kinder und Jugendliche aus Hagen beteiligt sind und die seit Monaten ergründen, wie ihre Heimatstadt klingt: ›Hagen gestern, heute und morgen‹ lautete das Thema, das die Schüler in Ton und Tanz umsetzten. Der englische Komponist Barry Russell begleitete sie dabei, ließ sich von ihnen zum Stück ›Looking back, moving forward‹ inspirieren. Ab 16 Uhr tragen die 200 jungen Hagener sowie die Philharmoniker das Stück vor. ›Das ist eine spannende Sache für alle‹, sagt GMD Antony Hermus.« (Westfalenpost)
may 2008
Jubilee Concert Hagen Philharmonic Orchestra with Roby Lakatos
»Drei Zugaben mussten Lakatos und die Philharmoniker unter Dr. Antony Hermus geben, bevor die begeisterte Höherschar sie ziehen lassen wollte.« (Westfalenpost)
may 2008
Session with Roby Lakatos in »Coober Pedy«, Hagen
»Der Generalmusikdirektor und sein Philharmonisches Orchester stecken hinter der schrägen Idee, mit der sie den Gedanken weiterführen, der die Jubiläumsspielzeit prägt: unterschiedliche Musikstile miteinander zu verbinden und so Brücken zwischen den jeweiligen Zuhörern zu schlagen, kurz: Cross-Over.« (Westfalenpost)
march 2008
Symphony Concert Philharmonic Orchestra Hagen
»Lutoslawski | Bruckner«
»Antony Hermus gibt mit der ›Neunten‹ sein Debüt als Bruckner-Interpret. Der hochbegabte junge Dirigent stellt den religiös-geistigen Gehalt des monumentalen Werks in den Vordergrund. Er trifft im ersten Satz den feierlichen Ton, ohne schleppend zu werden, wie es vielen Maestros passiert. Hermus kontrastiert das drohende Blech mit den aufschwingenden Liedern der Streicher und stellt bereits die Trauermarsch-Anklänge heraus, die im Scherzo zum Totentanz werden. Hier lässt Hermus die martialischen Schläge des massiven Blechs geradezu gespenstisch in das gezupfte Streicher-Spiel einbrechen. Das abschließende Adagio legt er als Mischung zwischen Gebet und blechgepanzertem Choral an.« (Westfalenpost)
»Jetzt entfaltete das Orchester unter GMD Antony Hermus in vier ›Chapitres‹ (Kapiteln) ein facettenreiches Kaleidoskop schillernder instrumentaler Farben, konzentrierter motivischer Arbeit und verdichteter klanglicher Atmosphäre mit schwerelos dahingleitenden Klangteppichen der Streicher, dissonanten Ausbrüchen und turbulenten Passagen.« (Westfälische Rundschau)
february 2008
Symphony Concert Philharmonic Orchestra Hagen
»Szymanowsky | Beethoven | Bartok«
»In Bela Bartoks ›Konzert für Orchester‹ bewältigt die ganze Philharmonie hervorragend alle solistischen Aufgaben. Hermus interpretiert dieses im amerikanischen Exil entstandene Spätwerk des ungarischen Komponisten als erschütternde Bekenntnismusik rund um den zentralen langsamen Satz. Die Musiker glänzen durch ihr aus tiefster Seele empfundenes Spiel.« (Westfalenpost)
»Hier waren die drei Solisten des ›Storioni‹-Klaviertrios mit Wouter Vossen, Violine, Marc Vossen, Violoncello sowie Bart van de Roer, Klavier dem Hagener Orchester ebenbürtige und dankbare Partner, die im Kopfsatz mit nahtlos ineinandergreifendem Zusammenspiel das Themenmaterial der kraftvoll vorgetragenen Orchesterexposition aufgriffen und virtuosem Passagenwerk ausschmückten.« (Westfälische Rundschau)
january 2008
Concert with Rockband »Extrabreit«
»›C-Dur ist C-Dur, für Kenner ebenso wie für Nichtkenner‹, betont Antony Hermus lachend, während Kai Havaii unterstreicht, dass dieser Spagat zwischen Rock und Klassik ›für uns eine spannende Sache ist‹. Der Funke springt über, und zwar mit extra-schneller Breitenwirkung. Denn Musik ist Musik und Musiker sind Musiker, egal ob sie im bonbonrosa-glänzenden Anzug auf der Bühne stehen wie Kai Havaii oder im schwarzen Frack wie Antony Hermus. Diese Tatsache stellen die Breiten und die Philharmoniker zwischen Rock und Klassik begeistert fest – und das Publikum, Klassik-Abonnenten ebenso wie Punkrock-Fans, folgt der Lust am grenzüberschreitenden Spiel mit leuchtenden Augen und jubelnden Klatschmärschen im Stehen.« (Westfalenpost)
january 2008
New Year’s Concert 2008 »Beethoven 9«
»Die fahle Stimmung der an Bruckner erinnernden leeren Quintintervalle zu Beginn des Kopfsatzes sind Basis für konzentrierteste thematische Entwicklungen auf engem Raum fernab eingängiger, leichtfasslicher Melodik, die von Antony Hermus und dem Orchester mit akribischer Genauigkeit und in grossdimensionierten dynamischen Spannungsbögen nachgezeichnet wurde. Der gespenstische Gnomenreigen des rauschhaften Scherzos, einer bizarren Mischung aus Tanzreigen und kontrapunktischen Fugato- Satztechniken, kam mit unerbittlicher Metrik und punktgenau platzierten Akzenten zum Ausdruck.« (Westfälische Rundschau)
»Demnitz lobte die wunderbare Qualität des trotz seiner 100-jährigen Geschichte höchst vitalen Orchesters und bedankte sich vor allem bei dem scheidenden Generalmusikdirektor Antony Hermus ›für seine tolle Arbeit in und für unsere Stadt‹.« (Westfalenpost)
»Meisterhaft band Antony Hermus Solisten, Chöre aus der Region und sein fulminant auftrumpfenden Orchester in den vielgliedrigen Vokalabschnitt des berauschenden Finales ein.« (Westfälische Rundschau Lüdenscheid)
october 2007
Gala »100 Years Philharmonic Orchestra Hagen« with Robert Kreis
»Dirigent der Philharmoniker ist Dr. Antony Hermus. Der junge Holländer ist stolz darauf, die Musiker durch das Jubiläumsjahr zu führen. ›Orchester einmal anders, das ist unser Motto. Und das kommt an, das Publikum hat ebenso viel Spaß wie wir‹.« (Westfalenpost)
october 2007
Jubilee Symphony Concert Philharmonic Orchestra Hagen
»Beethoven | Gerigk | Berlioz«
»Die ›Blaue Blume‹ als Metapher für das schwärmerische Lebensgefühl der romantischen Epoche – Antony Hermus und das Orchester fanden sie in allen fünf Sätzen des gigantischen sinfonischen Monumentes. Das Hauptthema des Kopfsatzes, in Berlioz’ Fantasie als ›Idee Fixe‹ Symbol für die geliebte Angebetete und Schwarm der rastlosen Künstlerseele (mit realem Hintergrund in Berlioz’ Biografie), zieht sich wie ein motivischer roter Faden durch das gesamte Werk, erscheint mal anmutig-elegant als Unisono-Kantilene in den Violinen, mal als beschwingte Walzerszene, mal als pastorale Hirtenweise vom Englisch-Horn, mal als grotesk verzerrte Fratze eines Hexensabbats in den sarkastisch quäkenden Klarinetten.« (Westfälische Rundschau)
september 2007
Jubilee Concert with Hans Liberg
»Mit Liberg muss man improvisieren können. Antony Hermus, Generalmusikdirektor (GMD), und seinem Orchester gelingt das an diesem Abend mit einer Leichtigkeit, die mehr als nur gute Laune macht. Hier treffen Profis aufeinander, denen es sichtlich Spaß bereitet, die Partitur eimal links liegen zu lassen – sie alle beherrschen die große Kunst der Unterhaltung.« (Westfalenpost)
»Auch das Orchester darf immer mal spielen und brilliert mit musikalischen Mixturen von E- bis U-Musik. Cellistin Melinda Riebau bietet stimmlich hervorragenden Jazz, die Musiker Edgar Wehrle, John Corbett, Alexander Schwalb begeistern mit der Papageno-Arie. Und GMD Antony Hermus muss höllisch auf den richtigen Zeitpunkt für den Orchestereinsatz aufpassen.« (Westfälische Rundschau)
august 2007
Open Air Concert Philharmonic Orchestra Duisburg
»Besonders in der musikalischen Beschreibung des tschechischen Flusses gelang es den von Anthony Hermus geleiteten Philharmonikern, die klanglichen Feinheiten der Partitur auszukosten.« (WAZ Duisburg)
june 2007
Symphony Concert Philharmonic Orchestra Hagen
»Wagner«
»Das Stück stellt enorme Anforderungen an den Dirigenten, der ein Zeitmaß finden muss, mit dem er das gut einstündige Werk ohne Spannungsverlust ausbalancieren kann und das gleichzeitig Wagners Notentext ohne szenische Hilfe zum Sprechen bringt. GMD Dr. Antony Hermus hat den Atem, der den Tristan von den revolutionären ersten Akkorden bis zum Liebestod mit vielen schillernden Schattierungen aufblühen lässt.
Hermus unterstreicht den Charakter der Partitur als Nachtstück, er modelliert die dunklen Orchesterfarben mit viel Gespür für satte Streichergrundierungen, gelegentlich durch die Holzbläser wie traumverloren aufgehellt. Im ersten Abschnitt spielt das Werk mit Raumklang-Effekten, die Königs-Hörner sind hinter der Bühne positioniert. Den zweiten Abschnitt entwickelt Hermus um das berühmte »O sink hernieder, Nacht der Liebe« zu einer erregend pulsierenden orchestralen Verführung.« (Westfalenpost)
»Hier schuf das Orchester unter Antony Hermus trotz groß besetztem Orchesterapparat ein filigranes, transparentes Klangbild mit exquisiten Holzbläserfarben, einem samtig weichen Streicherton wie aus einem Guss und kristallklar intonierten, sanft leuchtenden Blechbläsern. …
Eine Art instrumentale Inhaltsangabe und motivisch-thematische Zusammenfassung der grandiosen Oper ›Tristan und Isolde‹ schuf der Niederländer Henk de Vlieger 1994 mit seiner einstündigen sinfonischen Fantasie ›Tristan & Isolde. An Orchestral Passion‹. Hier spiegelt sich das dramatische Treiben um Intrigen, Machtkämpfe und das stürmische Liebespaar, das gemeinsam in den erlösenden Tod gehen will, auch ohne szenische Darstellung in den thematischen Verzweigungen der Partitur. Hier zeichneten Antony Hermus und das Hagener Orchester groß angelegte dynamische Steigerungen und thematisch-motivische Entwicklungen als weitrechende Spannungsbögen mit großem sinfonischem Atem nach.« (Westfälische Rundschau)
october 2006
Symphony Concert Philharmonic Orchestra Bochum
»Webern | Mozart | Franck«
»Anthony Hermus dirigierte Orchester und Solist in perfekter dynamischer Ausgewogenheit.«
september 2006
Symphony Concert Philharmonic Orchestra Hagen
»Mendelssohn | Elgar | Brahms«
»Die Besucher des Sinfoniekonzerts in der Hagener Stadthalle bejubelten das wilde Temperament, das Hermus aus der Partitur freisetzte.« (Westfalenpost)
august 2006
Symphony Concert Philharmonic Orchestra Hagen
»Smetana | Schumann | Haydn«
»Antony Hermus hat in der Pflege des Haydn-Repertoires schon viele Akzente mit seinem Orchester gesetzt.« (Westfalenpost)
may 2006
Symphony Concert Philharmonic Orchestra Hagen
»Mozart | Tschaikowsky«
»Unter ihrem jungen holländischen Generalmusikdirektor Antony Hermus liefern die Musiker eine aufwühlende Interpretation der ›Sechsten‹.« (Westfälische Rundschau)
february 2006
Symphony Concert Philharmonic Orchestra Hagen
»Diepenbrock | Brahms | Dvorak«
»Der 33-jährige Hagener GMD Antony Hermus setzt vor allem auf lebhafte Kontraste von laut und leise und fügt alle vier Sätze mit einem durchweg beschwingten Puls zu einer Einheit zusammen. Mit breitem Rubato unterstreicht Hermus die gewaltige sinfonische Geste der Musik, während die Philharmoniker in magischen Klängen erblühen und mit zahlreichen Sololeistungen in den Holzbläsern und Hörnern betörende Akzente setzen.« (Monika Willer)
»Der unerschöpfliche melodische Erfindungsreichtum Antonin Dvoraks entfaltet sich auch in seiner selten gespielten Sinfonie Nr. 6 in D-Dur op. 60. Hier integrierten Dirigent und Orchester die spannungsgeladenen Wechsel zwischen prachtvollen Orchestertutti und filigranen Dialogen zwischen einzelnen Instrumentengruppen in eine große sinfonische Linie. Pure Klangschönheit und Melodienseligkeit im Adagio, getragen von leuchtenden Hörner- und Holzbläserstimmen, wurde im Scherzo von praller Lebenslust böhmischer Volksmusik abgelöst. Im Fiantrondo herrschte ein durch diszipliniertes, straffes Musizieren bestimmter Konversationston vor, der in einen übermütig davonpreschenden Schluss mündete.« (Lokalausgabe Hagen)
january 2006
Symphony Concert with Bochum Philharmonic Orchestra
»Mozart | Corigliano | Rossini«
»Auch in der Zusammenarbeit mit den Bochumer Symphonikern zeigte sich Hermus souverän und einfühlsam.« (WAZ)
december 2005
Symphony Concert Philharmonic Orchestra Hagen
»Bartok | Beethoven«
»Mit leichter Hand und humorvollem Charme gelang Hermus eine beschwingte, nuancenreiche Aufführung voller Romantik und Lebensfreude.« (Westfälische Rundschau)
june 2005
Symphony Concert Philharmonic Orchestra Hagen
»Mussorgsky | Prokofjew | Sibelius«
»Wie ein quirliger Harry Potter mit Taktstock statt Zauberstab engagiert sich Hermus für diese unerhörten Töne, die es in sich haben.« (Westfalenpost)
september 2004
Symphony Concert Philharmonic Orchestra Hagen
»Tschaikowsky Symphony Nr. 5«
»Hermus bürstet eingefahrene Gewohnheiten bei der »Fünften« [Tschaikowsky] gründlich gegen den Strich.« (Westfalenpost)
february 2004
Gala Concert with Francisco Araiza
»Der Dirigent gab den Sängern Sicherheit und verwirklichte dennoch eine eigenständige musikalische Handschrift.« (Westfalenpost)
