Antony Hermus, Generalmusikdirektor am Anhaltischen Theater Dessau und Chefdirigent der Anhaltischen Philharmonie seit 2009/2010 hat sich in Deutschland, Frankreich und Benelux bereits durch seine überzeugende musikalische Präsenz etabliert. Der holländische Dirigent war von 2003 bis 2008 Generalmusikdirektor am Theater Hagen, wo er viele Auszeichnungen für seine Arbeit erhielt. Trotz seines jungen Alters hat Hermus ein sehr umfangreiches Repertoire dirigiert, darunter viele Neuproduktionen wie Chowantchina, Turandot, Weills Protagonist, I Pagliacci, Carmen, Don Giovanni, Le Nozze di Figaro, Faust, La Bohème, Tosca, Katja Kabanova, L’Enfant et les sortilèges, Il barbiere di Siviglia, La Forza del Destino, Der fliegende Holländer, Tannhäuser, Die tote Stadt, Elektra, Manon und Falstaff.
Neben dem Standardrepertoire war Hermus für zahlreiche Neuentdeckungen verantwortlich, u. a. »Königskinder« (Humperdinck) und »Kleider machen Leute« (Zemlinsky). Er dirigierte auch viel zeitgenössisches Repertoire, in der Oper zuletzt Oliver Knussens »Where the Wild Things are«, die Weltpremiere der Neufassung von Moritz Eggerts »Helle Nächte« und die deutsche Erstaufführung von Jake Heggies »Dead Man Walking«.
Kürzliche Engagements erfolgten mit Le Nozze di Figaro an der Komischen Oper Berlin, Un ballo in maschera an der Nationale Reisopera, Matrimonio Segreto von Domenico Cimarosa an der Opéra National de Paris, Tsar Saltan von Rimsky-Korsakow an der Opera Zuid, Don Giovanni, Cosi fan tutte und Der Freischütz in Rennes.
Antony Hermus stand am Pult des MDR Sinfonieorchesters Leipzig, WDR Rundfunkorchester Köln, Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, der Orchester in Freiburg, Kiel, Oldenburg, Duisburg, Bochum, Magdeburg, Jena, Nordwestdeutsche Philharmonie, Orchestre de Bretagne, Ensemble Orchestral de Paris, Orchestre de l’Opera de Rouen, Ostinato Paris, Norrköping Symphony, RTE National Symphony Orchestra of Ireland, Taipei Symphony Orchestra, Netherlands Radio Philharmonic, Residentie Orkest, Holland
Symfonia, Netherlands Radio Philharmonic, Brabants Orchestra, Noord Nederlands Orkest, National Youth Orchestra Netherlands etc.
Zukünftig folgen Wiedereinladungen bei vielen der obengenannten Orchestern, dazu Debüts bei Residentie Orkest Den Haag, Orkest van het Oostern, Opera de Bordeaux, Netherlands Radio Philharmonic, Opera Toulon Provence Mediterranée (Gounod: Faust), sowie sein Debüt am Staatstheater Stuttgart (Don Giovanni) und beim Sonderjyllands Symfoniorkester etc.
Seine Diskographie enthält eine hochbewertete Aufnahme von Mahler und Hans Rott sowie die konzertante Fassung von »Tristan und Isolde« mit dem Philharmonischen Orchester Hagen, Siegmund Hauseggers „Barbarossa“ und „Ries und Erle“ mit dem Nörrköping Symphony und Johan Wagenaars Summers of Life mit der Nordwestdeutschen Philharmonie für cpo records.
2002 war Antony Hermus Stipendiat der Richard-Wagner-Gesellschaft und wurde mit dem Kulturförderpreis der Stadt Hagen 2006 ausgezeichnet. 2007 und 2008 erhielt er von der Fachpresse zahlreiche Nominierungen
als bester Dirigent der Saison in Nordrhein-Westfalen. Sowohl in 2010 als in 2011 wurde er in der renommierten Kritikerumfrage des Fachzeitschriftes "die Opernwelt" nominiert als "Dirigent des Jahres"
Hermus wurde 1973 in den Niederlanden geboren, studierte an der Musikhochschule in Tilburg Klavier (bei Jacques de Tiège) und Dirigieren (bei Jac van Steen und Georg Fritzsch).
